Am 5. März 2011 um 16:30 Uhr eröffnet die Kulturschaffenden-Initiative Delta K in der Klavierschule An der Frauenwiese 14 in Walsrode die Ausstellung „Passanten“ mit Bildern von Dagmar Tille.
Die Bilder entstammen dem gleichnamigen Bildzyklus der Malerin, der in den vergangenen zwei Jahren entstanden ist. Lose anknüpfend an das Motiv des Flaneurs und der Passantin aus Literatur und Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts zeigen die Arbeiten einen flüchtigen Blick auf vorübereilende Menschen in meist urbanem Umfeld. Ganz der Jetztzeit verschrieben hat sich die Künstlerin aus Hodenhagen jedoch bei der Auswahl von Ausschnitt und Szenerie: Neben den abgebildeten Menschen finden sich vermeintlich Banales und Hässliches, Verkehrsschilder und Straßenmarkierungen, Baustellen, Briefkästen, Werbung. Einen Kontrapunkt dazu bildet das Grün der Pflanzen, das in der Gegenüberstellung mit dem Städtischen unser ambivalentes Verhältnis zur Natur thematisiert.
Für das klangliche Ambiente während der Ausstellung sorgt Lutz Wiedemann mit eigens zu den Bildern zusammengestellten Klangcollagen: Er zeichnet Geräusche auf, die im Alltagsleben ausgeblendet werden, arrangiert sie in einem künstlerischen Kontext neu und erschließt sie so einer bewussten Wahrnehmung.
Nach der Vernissage kann die Ausstellung am 6. März von 14:30 – 18.00 Uhr und danach bis einschließlich 3. April 2011 auf Anfrage (Tel. 05164/801682) besichtigt
werden.
Dies ist eine Pressemitteilung im Auftrag von Dagmar Tille.
Eine Ausstellung mit Werken von Andreas Legath und Pinuccio Sciola
Die Galerie Bruckmühl zeigt vom 23.10 – 28.11.2010 Arbeiten von Andreas Legath und Pinuccio Sciola. Die Eröffnung findet am 22.10.2010 um 19:00 statt. Es spricht Dr. Elmar Zorn, München.
Pinuccio Sciola, Pietra Sonora, Basalt
„Sardinien ist der Stein und dieser Stein ist die Mutter“, nach diesem seinen Grundsatz aus richtet der sardische Steinbildhauer Pinuccio Sciola sein künstlerisches Leben aus. Der in San Sperate bei Cagliari geborene und dort lebende Künstler hat bereits Dutzende von Skulpturenparks angelegt. In München wurde 1986 im Westpark eine große Ausstellung mit den Skulpturen von Sciola gezeigt, wobei eine der Stelen als Geschenk an die Stadt München dort verblieb.
In den letzten Jahren wurde Sciola mit seinen Klangsteinen und den sie begleitenden Performances bekannt, etwa auf der Frankfurter Buchmesse und bei der Weltausstellung EXPO Hannover 2000. Gegenwärtig bereitet Sciola unter dem Titel „Saatkörner für ein neues Europa“ eine ganz Europa umfassende Aktion vor, bei der in allen Hauptstädten der EU hunderte samenförmiger Steine ausgestreut werden sollen.
Andreas Legaths außergewöhnlicher darstellerischer Zugriff auf die Landschaft ist Sciolas Destillation von Tönen aus Steinskulpturen vergleichbar: als würde er Strukturen und Erde aus der Natur komprimiert auf die Leinwand verteilen, so sind seine Bilder gleichzeitig als hoch abstrakte Landschaftszeichen und als ihr Materialspuren reliefartig figurierende Konstrukte angelegt.
Andreas Legath, aus der Serie Vulcano
In verhaltenen, faszinierend düsteren, zuweilen auch leuchtenden Farben, oft in einer mit Ei-Tempera herbeigeführten Mischtechnik entfaltet Legath seine Kunstwelt der Landschaftsbilder in einer ihm typischen graphisch stark staffelnden Strukturierung. Nach Weinbergen in der Wachau, nach den Abbildungen der skurrilen Landschaften der Balze in der Toskana, beschäftigte er sich seit 2001 mit den sardischen Landschaften und es gelang ihm, den Charakter, ja die „Seele“ dieses Landes zu fassen und in die Kunst zu übertragen, in den Radierzyklus „Terra Sarda“ und die Öl- und Acryl-Arbeiten zu diversen sardischen Landschaftssituationen, vor allem im Inneren der Insel.