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	<title>Kunst Blog - artediretta</title>
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	<description>Kunstausstellung - Kunstpreise - Aktivitäten</description>
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		<title>Das Schöne und das Biest</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 18:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Tille</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zusammen mit dem Celler Norbert Diemert zeigt der niedersächsische Bildhauer und Objektkünstler Lutz Wiedemann bis Ende September in der Klosterkirche Wittenburg größtenteils ältere Arbeiten aus seinem bildnerischen und fotografischen Werk. Betritt man den Westteil der Wittenburger Kirche, so zieht es den Blick unwillkürlich nach oben. Um den Blick „auf Augenhöhe“ zu halten – so der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #808080;">Zusammen mit dem Celler Norbert Diemert zeigt der niedersächsische Bildhauer und Objektkünstler Lutz Wiedemann bis Ende September in der Klosterkirche Wittenburg größtenteils ältere Arbeiten aus seinem bildnerischen und fotografischen Werk.</span></strong></p>
<p>Betritt man den Westteil der Wittenburger Kirche, so zieht es den Blick unwillkürlich nach oben. Um den Blick „auf Augenhöhe“ zu halten – so der etwas rätselhafte Titel der Ausstellung – muss man sich zunächst einmal die Zeit nehmen, um anzukommen, bevor man den Blick konzentriert über die ausgestellten Arbeiten schweifen lassen kann.</p>
<div id="attachment_197" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2011/06/Skulpturen_Wiedemann.jpg" rel="lightbox[195]" title="Skulpturen von L. Wiedemann"><img class="size-medium wp-image-197" title="Skulpturen von L. Wiedemann" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2011/06/Skulpturen_Wiedemann-199x300.jpg" alt="Skulpturen Lutz Wiedemann, Ausstellungssituation" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Skulpturen von Lutz Wiedemann in Wittenburg</p></div>
<p>Auffällig ist der farblich stark zurückgenommene Gesamteindruck der Ausstellung. Vor den abblätternden hellen Wänden des Innenraums gruppieren sich helle Skulpturen &#8211; an den Wänden Diemerts schwarz-weiße „Gesichtslandschaften“, die spontan die Assoziation an Menschen auf dem Totenbett aufkommen lassen. Nur durch die farbigen Natur-Fotografien Wiedemanns, die dazwischen gestreut sind, scheint naturhaft Buntes, Lebendiges von draußen in den Raum einzudringen oder mit Wiedemanns Holzskulpturen punktuell und zaghaft aus dem Boden zu wachsen. Überhaupt ist man zwischen all dem Diemerts Arbeiten dominierenden Marmor und den sorgfältig geschliffenen, leblos wie erstarrt wirkenden Flächen und der stark ästhetisierenden Formensprache Diemerts fast erleichtert über die kleinen irritierenden Momente, die einige von Wiedemanns Skulpturen zu bieten haben: da ist das Fell, das einem seltsamen, fast nur aus einem Mund bestehenden Wesen aus seinen Ohrtrichtern wächst, oder ein ein wenig an die Bondage-Ästhetik der Fotografien von Nobuyoshi Araki erinnerndes Artefakt, das in fragiler Balance an einer dürren und profan wirkenden Stange befestigt über Kopfhöhe schwebt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist es eventuell das unvermittelte Kontrastieren der Konzepte, auf das der Titel anspielt? Denn der offensichtliche Kontrast durchzieht konsequent die gesamte Ausstellung und lässt so den Verdacht aufkeimen, er könnte durchaus bewusst gewählt sein. Er findet sich bei den Skulpturen genauso, wie bei den Fotografien und konfrontiert die Adepten der einen wie der anderen Richtung unerbittlich mit den Standpunkten der jeweils anderen.</p>
<div id="attachment_199" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2011/06/Hans_Wendt_Wittenburg.jpg" rel="lightbox[195]" title="Posaunist Hans Wendt"><img class="size-medium wp-image-199" title="Posaunist Hans Wendt" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2011/06/Hans_Wendt_Wittenburg-300x199.jpg" alt="Jazzmusiker Hans Wendt in Wittenburg" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Posaunist Hans Wendt </p></div>
<p>Am 22.05.2011 nun wurde diese eigenartige Ausstellung durch Improvisationen des Posaunisten Hans Wendt um eine weitere sinnliche Dimension erweitert: Mit der Posaune, die als Kircheninstrument auf eine lange Tradition verweisen kann, machte der Wunstorfer Jazzmusiker während seiner absolut hörenswerten Darbietung den Raum noch einmal auf ganz andere Weise erfahrbar. Denn wie vorher die Besucher die Blicke schweifen ließen, schickte er in unmittelbarer Reaktion auf Architektur und Kunstwerke Töne und Obertöne in den Raum, ließ sie zurückkehren, miteinander interagieren oder im Raum schweben. Zusammen mit den ausgestellten Arbeiten der bildenden Kunst bot sich ein eindrucksvolles synästhetisches Gesamterlebnis, das in dieser Intensität selten ist.</p>
<p>Die Ausstellung in der Wittenburger Kirche ist noch bis zum 1. Juli 2011 und danach vom 24. Juli bis einschließlich 1. Oktober jeweils sonntags von 14:00-17:00 Uhr zu besichtigen. Am 21. August wird der Musiker Peter Missler aus Celle mit Saxophon, Querflöte und Obertongesang zu Gast sein.</p>
<p>/da/</p>
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		<title>sichtbar machen</title>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 16:25:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Wiedemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Malerei von Jens Hemme 29. Mai 2011 – 25. Juni 2011 In der Ausstellung „sichtbar machen“ zeigt Jens Hemme Arbeiten aus den vergangenen Jahren. Der Winsener Maler versteht Kunst als die Auseinandersetzung des Menschen mit der ihn umgebenden Wirklichkeit und mit existenziellen Fragen menschlichen Seins. Die gezeigten Arbeiten sind Ausdruck einer intensiven Auseinandersetzung mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_170" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2011/05/die-sich-den-fisch-teilen.jpg" rel="lightbox[167]" title="Zwei die sich um´nen Bückling streiten"><img class="size-thumbnail wp-image-170   " title="Zwei die sich um´nen Bückling streiten" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2011/05/die-sich-den-fisch-teilen-150x150.jpg" alt="Ein Bild von Jens Hemme" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei die sich um´nen Bückling streiten</p></div>
<p><strong>Malerei von Jens Hemme 29. Mai 2011 – 25. Juni 2011</strong></p>
<p>In der Ausstellung „sichtbar machen“ zeigt Jens Hemme Arbeiten aus den vergangenen Jahren.</p>
<p>Der Winsener Maler versteht Kunst als die Auseinandersetzung<br />
des Menschen mit der ihn umgebenden Wirklichkeit und mit existenziellen Fragen menschlichen Seins. Die gezeigten Arbeiten sind Ausdruck einer intensiven<br />
Auseinandersetzung mit den Problemen unserer Zeit: sie markieren einen Grenzgang zwischen innerem und äußerem Erleben, bei dem die fragmentarischen Darstellungen des Menschen von innerer Zerrissenheit zeugen und die Dichotomie von Verantwortung und Gleichgültigkeit und das Gefühl der Vereinsamung des Einzelnen in einer globalisierten Welt thematisieren.</p>
<p><strong>Vernissage 29. Mai 2011, ab 16:00 Uhr,<br />
Künstlergespräch am 11. Juni 15:00 &#8211; 17:00 Uhr<br />
und auf Anfrage unter 05143 &#8211; 464</strong></p>
<p><em>Eine Veröffentlichung im Auftrag von <a title="Delta K - Künstlergruppe Delta K" href="http://www.kultur-delta.de" target="_blank">Delta K</a></em><strong><br />
</strong></p>
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		<title>„Passanten“ – Alltagsszenen aus Stadt und Provinz</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 18:19:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Wiedemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 5. März 2011 um 16:30 Uhr eröffnet die Kulturschaffenden-Initiative Delta K in der Klavierschule An der Frauenwiese 14 in Walsrode die Ausstellung „Passanten“ mit Bildern von Dagmar Tille. Die Bilder entstammen dem gleichnamigen Bildzyklus der Malerin, der in den vergangenen zwei Jahren entstanden ist. Lose anknüpfend an das Motiv des Flaneurs und der Passantin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_157" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2011/03/passanten-plakat-b.jpg" rel="lightbox[156]" title="Plakat Kunstausstellung Passanten"><img class="size-thumbnail wp-image-157" title="Plakat Kunstausstellung Passanten" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2011/03/passanten-plakat-b-150x150.jpg" alt="Plakat Passanten" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Plakat Passanten</p></div>
<p>Am 5. März 2011 um 16:30 Uhr eröffnet die Kulturschaffenden-Initiative <a title="Delta K - Walsrode" href="http://www.kultur-delta.de" target="_blank">Delta K</a> in der Klavierschule An der Frauenwiese 14 in Walsrode die Ausstellung „Passanten“ mit Bildern von Dagmar Tille.</p>
<p>Die Bilder entstammen dem gleichnamigen Bildzyklus der Malerin, der in den vergangenen zwei Jahren entstanden ist. Lose anknüpfend an das Motiv des Flaneurs und der Passantin aus Literatur und Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts zeigen die Arbeiten einen flüchtigen Blick auf vorübereilende Menschen in meist urbanem Umfeld. Ganz der Jetztzeit verschrieben hat sich die Künstlerin aus Hodenhagen jedoch bei der Auswahl von Ausschnitt und Szenerie: Neben den abgebildeten Menschen finden sich vermeintlich Banales und Hässliches, Verkehrsschilder und Straßenmarkierungen, Baustellen, Briefkästen, Werbung. Einen Kontrapunkt dazu bildet das Grün der Pflanzen, das in der Gegenüberstellung mit dem Städtischen unser ambivalentes Verhältnis zur Natur thematisiert.</p>
<p style="float: right;">[See post to watch Flash video]
<p>Für das klangliche Ambiente während der Ausstellung sorgt <a title="Lutz Wiedemann" href="http://www.lutzwiedemann.de" target="_blank">Lutz Wiedemann </a>mit eigens zu den Bildern zusammengestellten Klangcollagen: Er zeichnet Geräusche auf, die im Alltagsleben ausgeblendet werden, arrangiert sie in einem künstlerischen Kontext neu und erschließt sie so einer bewussten Wahrnehmung.</p>
<p>Nach der Vernissage kann die Ausstellung am 6. März von 14:30 – 18.00 Uhr und danach bis einschließlich 3. April 2011 auf Anfrage (Tel. 05164/801682) besichtigt<br />
werden.</p>
<p><em>Dies ist eine Pressemitteilung im Auftrag von Dagmar Tille</em>.</p>
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		<title>Wiedergaben &#8211; eine Hommage der Kunst an die Natur</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 16:19:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wiedergaben - eine Hommage der Kunst an die Natur
Die Galerie Bruckmühl zeigt vom 23.10 – 28.11.2010 Arbeiten von Andreas Legath und Pinuccio Sciola. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Eine Ausstellung mit Werken von Andreas Legath und Pinuccio Sciola</h3>
<p>Die Galerie Bruckmühl zeigt vom 23.10 – 28.11.2010 Arbeiten von Andreas Legath und Pinuccio Sciola. Die Eröffnung findet am 22.10.2010 um 19:00 statt. Es spricht Dr. Elmar Zorn, München.</p>
<div id="attachment_145" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/09/sonora-2.jpg" rel="lightbox[142]" title="sonora 2"><img class="size-medium wp-image-145" title="sonora 2" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/09/sonora-2-300x199.jpg" alt="Pinuccio Sciola, Pietra Sonora, Basalt" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Pinuccio Sciola, Pietra Sonora, Basalt</p></div>
<p>„Sardinien ist der Stein und dieser Stein ist die Mutter“, nach diesem seinen Grundsatz aus richtet der sardische Steinbildhauer Pinuccio Sciola sein künstlerisches Leben aus. Der in San Sperate bei Cagliari geborene und dort lebende Künstler hat bereits Dutzende von Skulpturenparks angelegt. In München wurde 1986 im Westpark eine große Ausstellung mit den Skulpturen von Sciola gezeigt, wobei eine der Stelen als Geschenk an die Stadt München dort verblieb.</p>
<p>In den letzten Jahren wurde Sciola mit seinen Klangsteinen und den sie begleitenden Performances bekannt, etwa auf der Frankfurter Buchmesse und bei der Weltausstellung EXPO Hannover 2000. Gegenwärtig bereitet Sciola unter dem Titel „Saatkörner für ein neues Europa“ eine ganz Europa umfassende Aktion vor, bei der in allen Hauptstädten der EU hunderte samenförmiger Steine ausgestreut werden sollen.</p>
<p>Andreas Legaths außergewöhnlicher darstellerischer Zugriff auf die Landschaft ist Sciolas Destillation von Tönen aus Steinskulpturen vergleichbar: als würde er Strukturen und Erde aus der Natur komprimiert auf die Leinwand verteilen, so sind seine Bilder gleichzeitig als hoch abstrakte Landschaftszeichen und als ihr Materialspuren reliefartig figurierende Konstrukte angelegt.</p>
<div id="attachment_146" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/09/SerieVulcano.jpg" rel="lightbox[142]" title="Andreas Legath, aus der Serie Vulcano"><img class="size-medium wp-image-146" title="Andreas Legath, aus der Serie Vulcano" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/09/SerieVulcano-300x210.jpg" alt="Andreas Legath, aus der Serie Vulcano" width="300" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Andreas Legath, aus der Serie Vulcano</p></div>
<p>In verhaltenen, faszinierend düsteren, zuweilen auch leuchtenden Farben, oft in einer mit Ei-Tempera herbeigeführten Mischtechnik entfaltet Legath seine Kunstwelt der Landschaftsbilder in einer ihm typischen graphisch stark staffelnden Strukturierung. Nach Weinbergen in der Wachau, nach den Abbildungen der skurrilen Landschaften der Balze in der Toskana, beschäftigte er sich seit 2001 mit den sardischen Landschaften und es gelang ihm, den Charakter, ja die „Seele“ dieses Landes zu fassen und in die Kunst zu übertragen, in den Radierzyklus „Terra Sarda“ und die Öl- und Acryl-Arbeiten zu diversen sardischen Landschaftssituationen, vor allem im Inneren der Insel.</p>
<p>Öffnungszeiten:</p>
<p>Mi 14-18 Uhr und Sa + So 10-17 Uhr</p>
<p><a title="Galerie Bruckmühl" href="http://www.galerie-bruckmuehl.de/" target="_blank">Galerie Bruckmühl</a><br />
Sonnenwiechser Str. 12<br />
83052 Bruckmühl</p>
<p>Tel. 08062-5307</p>
<p><em><span style="color: #808080;">(Dies ist eine Pressemitteilung von Brigitte Mitterer,  Galerie Bruckmühl)</span></em></p>
<p><em><span style="color: #c0c0c0;">Alle Angaben ohne Gewähr</span></em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sich gegessene Fische vorstellen</title>
		<link>http://www.artediretta.de/kunstblog/2010/06/14/sich-gegessene-fische-vorstellen/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 13:37:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Tille</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Konzeption schafft einen Raum, in dem man sich mit frei flottierender Aufmerksamkeit bewegen kann, mal angezogen, mal abgestoßen, von dem was es zu entdecken gibt: in der Ausstellung von Dominik Bednarek, Hanna Brandes, Kalin Lindena und Alex Müller, die vom 6. Juni bis 15. August 2010 im Kunstverein Springhornhof in Neuenkirchen zu sehen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Dominik Bednarek &#8211; Hanna Brandes &#8211; Kalin Lindena &#8211; Alex Müller</h2>
<p><strong>&#8220;&#8230;über den Nutz- und Ziergartenbau, über das Urnenfeld bei Brampton, das Anlegen künstlicher Hügel und Berge, die von den Propheten und heiligen Evangelisten erwähnten Pflanzen, die Insel Tinos, die altsächsische Sprache, die Antworten des delphischen Orakels, die von unserem Erlöser gegessenen Fische, die Gewohnheiten der Insekten, die Falknerei, einen Fall von Altersfreßsucht, die Erfindung  der Zeit und das Zeitlose, über Clowns, Schiffsbauchlinien, die Interessen eines Hutmachers, das Verhalten von Stehaufmännchen, die Schönheit, Gesamtkunstwerke, Sachen tragen, siamesische Zwillinge, die Amore, Hände, die Knoten und noch manch anderes mehr&#8230;&#8221;</strong></p>
<h2>im Kunstverein Springhornhof, Neuenkirchen,<br />
6. Juni – 15. August 2010</h2>
<div id="attachment_133" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/07/Im_Augenblick_Bury.jpg" rel="lightbox[132]" title="Im Augenblick von C. Bury"><img class="size-medium wp-image-133" title="Im Augenblick von C. Bury" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/07/Im_Augenblick_Bury-199x300.jpg" alt="Im_Augenblick_Bury" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Herr W. im Augenblick von C. Bury</p></div>
<p>Zugegeben ein etwas sperriger Titel für eine Kunstausstellung. Allerdings hat sich der Ausflug nach Neuenkirchen für uns gelohnt. Der Springhornhof, leicht zu finden neben der Kirche gelegen, zeigt noch bis zum 15. August 2010 die o. g. Ausstellung der ehemaligen Kommilitonen der HfbK Braunschweig. Auf zwei Stockwerken erwartet den Besucher eine sehenswerte Ausstellung:</p>
<p>Erwartet man, eingestimmt durch den Titel, ausufernde Fülle und chaotisches Nebeneinander, so ist man bei Betreten des ersten Raumes zunächst überrascht von der Klarheit und Ordnung, mit der sich die Ausstellungsräume präsentieren. Jemand hat ordentlich Schiffsmodelle in ein Regal geräumt, davor, wie für eine Fotosession vorbereitet, ist ein wortbestickter Schirm mit Lampe halb in den Raum, halb auf die Wand gerichtet (Alex Müller, Die neuen OS für Martha). An den Wänden und auf Sockeln weitere Exponate&#8230; Mit der kindlichen Entdeckerfreude, zu der die Betrachtung der Schiffsmodelle Dominik Bednareks anregt, bewegt man sich weiter. Die Konzeption der Ausstellung schafft einen Raum, in dem man sich mit frei flottierender Aufmerksamkeit bewegen kann, mal angezogen, mal abgestoßen, von dem was es zu entdecken gibt: Die thematisch vermeintlich konventionell daherkommenden Hedda-Bilder von Alex Müller, die in und auf Samt oder Polsterbezugsstoff gekratzt und gemalt sind, bieten kurze, verstörende Momente fehlender Gewissheit, in denen ihre Festigkeit ganz verloren zu gehen scheint, als begönne die Welt zu zerfließen. Auch die Arbeiten von Hanna Brandes nutzen ein Spannungsfeld zwischen Vertrautem und Befremdlichen. Da findet sich eine Landschaft mit Mond, der sich bei näherer Betrachtung als Fuß(?)-Nagel enpuppt, oder Staubgespinnste an Schrankrückwänden verweisen auf bekannt-gewohnte Sujets der Malerei. Räumlich umspannt und gefasst wirkt die Ausstellung nochmals durch die Arbeiten von Bednarek, dessen Schiffsbauchformen an den Wänden in den Raum hineindrängen aber ihn gleichzeitig, wie auch die Interventionen von Kalin Lindena als Wahrnehmungsraum definieren.</p>
<p>Diese Ausstellung allein ist es wert, die Fahrt nach Neuenkirchen anzutreten. Wem nach dem Besuch dieser Ausstellung jedoch der Sinn nach mehr steht, der hat in Neuenkirchen und der näheren Umgebung noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, sich Kunst anzuschauen: in der „Kunst-Landschaft“ warten rund 38 Kunstobjekte, Skulpturen und Installationen auf Besucher. Ein Lageplan &#8211; unbedingt zu empfehlen &#8211; kann im Springhornhof für 3 € erworben werden. Seit 1967 wurden und werden regelmäßig Künstler beauftragt,  landschaftsbezogene Werke beizusteuern. Darunter finden sich Arbeiten so namhafter Künstler wie: Christiane Möbus, Tony Cragg, Timm Ulrichs oder Rudolf Wachter, Valerij Bugrov, Christina Kubisch, Gary Rieveschl, Leo Kornbrust, Mic Enneper, Rolf Jörres, Peter Könitz &amp; Karl Ciesluk, Jean Clareboudt, Nikolaus Gerhart, Silke Schatz, Volker Lang, Rolf Schneider, Jan Meyer-Rogge, Hawoli, Odious, Harald Finke, Carl Vetter, Horst Lerche, Horst Hellinger, Claus Bury …</p>
<p>Lutz Wiedemann: „Am eindruckvollsten war für mich an diesem Tag das Werk von Claus Bury <em>Augenblick</em> &#8211; original erstellt 1989, wurde es 2001 wieder aufgebaut. Mitten in einem Waldstück steht ein von vier Seiten begehbares architektonisches Objekt, mit sich gegenläufig trapezförmig verjüngenden und verbreiternden Flächen, oben geöffnet, großartig!“</p>
<p>Springhornhof<br />
Tiefe Straße 4<br />
29643 Neuenkirchen</p>
<p>Öffnungszeiten: Di &#8211; So 14 &#8211; 18 Uhr (Ausstellungen)</p>
<p>Die Außenobjekte sind jederzeit frei zugänglich.</p>
<p>(Alle Angaben ohne Gewähr)</p>
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		<title>12. Aschermittwoch der Künste</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 11:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lutz Wiedemann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der diesjährige 12. Aschermittwoch der Künste fand am 17. Februar 2010 in Nienburg in der St. Martinskirche statt. Das Publikum fand sich um 11:30 Uhr auf dem Kirchplatz um die Kirche ein. Nach einer kurzen Ansprache stimmten allmählich Klänge von Blasinstrumenten, gespielt von Andreas Burckhardt (Saxophon), Noriyoshi Murakami (Tuba) und Hans Wendt (Posaune), den Platz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der diesjährige 12. Aschermittwoch der Künste fand am 17. Februar 2010 in Nienburg in der St. Martinskirche statt. Das Publikum fand sich um 11:30 Uhr auf dem Kirchplatz um die Kirche ein. Nach einer kurzen Ansprache stimmten allmählich Klänge von Blasinstrumenten, gespielt von Andreas Burckhardt (Saxophon), Noriyoshi Murakami (Tuba) und Hans Wendt (Posaune), den Platz und sein Umfeld ein.<br />
Die Performance „Grundwege“ der Formation „Transito“ bezog den Kirchplatz und sein Umfeld ein. Der Kirchenraum wurde Kulisse und der Kirchplatz zur Bühne. Ursula Wagner umspielte mit ihrer Tanzperformance das ganze Kirchenschiff von außen. Das Publikum folgte, von der  Musik der Bläser geleitet, der Performance zu den einzelnen Stationen. Die Musik begleitete den Tanz von Ursula Wagner musikalisch brillant und bildete einen Klangraum. Schön und eindrucksvoll war es, zu erleben, wie  Frau Wagner die Proportionen der Kirche mit denen des eigenen Körpers in Beziehung setzte und durch ihre Bewegung um die Kirche herum die Topologie des Kirchen- und Stadtraums sicht- und erfahrbar machte, um die Besucher am Ende vom Außenraum ins Innere der Kirche zu geleiten.</p>
<div id="attachment_115" class="wp-caption alignleft" style="width: 244px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/02/kuenstlergespraech-St-Marti.jpg" rel="lightbox[113]" title="Künstlergespraech St. Martin Nienburg"><img class="size-full wp-image-115" style="margin: 0px 10px 10px 0px;" title="Künstlergespraech St. Martin Nienburg" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/02/kuenstlergespraech-St-Marti.jpg" alt="Künstlergespraech St. Martin Nienburg" width="234" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">Künstlergespraech St. Martin Nienburg</p></div>
<p>In der Kirche befinden sich zwei Installationen: Die erste „unsettled conditions #2“ von Ina Raschke: Es handelt sich um eine in den Gewölben installierte Arbeit aus Klebestreifen. Diese warten an der Kirchendecke auf „die kleinen Dinge des Lebens“ – auf den Staub, der an der klebrigen Seite der Klebestreifen haften bleiben soll.</p>
<p>Die zweite Installation &#8220;Geborgene Räume&#8221; von Henning Diers besteht aus luftgetrockneten Ziegelsteinen, in die an der Unterseite ein Modell der Kirche St. Martin geprägt wurde., Sie wurden im Kirchenraum als „Mittler der Zeiträume“ an zwei Stellen um den Altar herum und rechts und links im Eingangsbereich des Kircheninnenraums angeordnet. „Diese Linien erschaffen eine neue und vermeintlich gleichzeitig alte Räumlichkeit, sie definieren somit die Bedeutung von Kirche als etwas Unabhängiges von Raumaltar und Raumgröße“, so der Künstler.</p>
<p>Nach der Begrüßung durch die Pastorin von St. Martin, Frau Henrike Müller, sprach die Beauftragte für Kunst und Kultur  des <a title="Haus kirchlicher Dienste der ev. - luth. Landeskirche Hannover" href="http://www.kirchliche-dienste.de" target="_blank">Hauses kirchlicher Dienste</a>, Frau Dr. Julia Helmke, und erläuterte nochmals das diesjährige Thema des Aschermittwochs der Künste: Die Frage nach dem Verständnis der heutigen Kirche als Kirchenraum im Sinne einer Heteropie (M. Foucault): also als Raum der gleichzeitig tatsächlicher Ort und geistiger Raum (Utopie) ist.</p>
<p>Beim anschließenden Künstlergespräch konnten Fragen gestellt oder Meinungen geäußert werden. Abschließend fand ein Essen im Kirchenraum statt, das symbolisch die Fastenzeit bis Ostern einleitete.</p>
<p>Die Installationen werden noch einige Zeit in St. Martin zu sehen sein.</p>
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		<title>Lutz Wiedemann im Café Grün</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 18:01:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Tille</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verdichtete Assoziationsräume &#8220;&#8230; und es gibt sie noch&#8221; Ausstellung von Lutz Wiedemann im Café Grün Der Bildhauer und Objektkünstler Lutz Wiedemann zeigt vom 09. Januar bis 05. Februar 2010 Objektkunst und Fotografien im Café Grün, Fedelhören 73, Bremen. Auf nur wenige Kubikzentimeter verdichtet Lutz Wiedemann seine Assoziationsräume. In kleinen Assemblagen schafft er seinen Gedanken über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Verdichtete Assoziationsräume</h1>
<p><strong>&#8220;&#8230; und es gibt sie noch&#8221;</strong></p>
<h4>Ausstellung von Lutz Wiedemann im Café Grün</h4>
<p><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/01/Cafe-Gruen-100901.jpg" rel="lightbox[99]" title="Cafe-Gruen-100901"><img class="alignleft size-medium wp-image-109" title="Cafe-Gruen-100901" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2010/01/Cafe-Gruen-100901-300x213.jpg" alt="Cafe-Gruen-100901" width="300" height="213" /></a>Der Bildhauer und Objektkünstler <a title="Lutz Wiedemann" href="http://www.lutzwiedemann.de" target="_blank">Lutz Wiedemann</a> zeigt vom 09. Januar bis 05. Februar 2010 Objektkunst und Fotografien im <a title="Café Grün" href="http://www.gegenwartskunst.de/CAFE/" target="_blank">Café Grün</a>, Fedelhören 73, Bremen.</p>
<p>Auf nur wenige Kubikzentimeter verdichtet Lutz Wiedemann seine Assoziationsräume. In kleinen Assemblagen schafft er seinen Gedanken über so gewichtige Fragen wie Bestimmung, Ordnung, Vergänglichkeit, Leben und Tod ein dingliches Zuhause: Wenn man möchte, kann man eintreten und mit ihm anhand rostiger Nägel über Ordnung und Entropie oder anhand von Kunststoff-Schmetterlingen über idealisierende Naturvorstellungen und Umweltzerstörung nachdenken.</p>
<p>Seine Ausstellung im Café Grün mit Assemblagen und Fotografien wird am 09. Januar 2010 um 20:00 Uhr eröffnet. Zur Vernissage spielt Konzert-Pianist <a title="Andreas Müller-Oesterling" href="http://www.die-klavierschule.info/" target="_blank">Andreas Müller-Oesterling</a> Eigenkompositionen.</p>
<p><span style="color: #c0c0c0;"><em>(Dies ist eine Pressemitteilung im Auftrag von Lutz Wiedemann)</em></span></p>
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		<title>Thomas Demand in der Neuen Nationalgalerie</title>
		<link>http://www.artediretta.de/kunstblog/2009/11/12/thomas-demand-in-der-neuen-nationalgalerie/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 13:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Tille</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Demand]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur ein Disney-Land kollektiver Bilderinnerung? Ausstellung &#8220;Nationalgalerie&#8221; von Thomas Demand in der Neuen Nationalgalerie, Berlin 18. September 2009 bis 17. Januar 2010 Ein Erinnerungssbericht Ich verbringe einen diesigen Oktobertag in Berlin-Mitte, schlage Gratis-Berliner-Kartoffelsuppe aus und schwänze eine Konferenz. Mein Ausgangspunkt ist das rote Rathaus, ich bin zu Fuß, habe den ganzen Tag Zeit und mache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Nur ein Disney-Land kollektiver Bilderinnerung?</h2>
<p>Ausstellung &#8220;Nationalgalerie&#8221; von Thomas Demand in der Neuen Nationalgalerie, Berlin<br />
18. September 2009 bis 17. Januar 2010</p>
<p><strong>Ein Erinnerungssbericht<br />
</strong></p>
<p>Ich verbringe einen diesigen Oktobertag in Berlin-Mitte, schlage Gratis-Berliner-Kartoffelsuppe aus und schwänze eine Konferenz. Mein Ausgangspunkt ist das rote Rathaus, ich bin zu Fuß, habe den ganzen Tag Zeit und mache ich mich auf den Weg zur Neuen Nationalgalerie an der Potsdamer Straße.</p>
<p>Ein wenig gespannt bin ich wegen des Titels der Ausstellung &#8220;Nationalgalerie&#8221; schon: Denn ich bin nicht nur im gleichen Land (Westdeutschland) sondern auch im gleichen Jahr geboren wie Thomas Demand. Wenn es also eine medial induzierte, kollektive (und wie der Titel insinuiert nationale) Sammlung erinnerter Bilder gibt, die sich aus Bildern speist, die aus der Bilderflut und der Zeit herausragen wie Treibgut aus strömendem Wasser, so könnte bei mir die Schnittmenge der Gemeinsamkeit mit Demand recht groß sein.</p>
<div id="attachment_84" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2009/12/Neue_Nationalgalerie_Berlin_1.jpg" rel="lightbox[81]" title="Neue Nationalgalerie, Berlin (1)"><img class="size-thumbnail wp-image-84" title="Neue Nationalgalerie, Berlin (1)" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2009/12/Neue_Nationalgalerie_Berlin_1-150x150.jpg" alt="Neue Nationalgalerie Berlin (Mies van der Rohe)" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Neue Nationalgalerie Berlin (Mies van der Rohe)</p></div>
<p>Einmal angekommen wird die Einstimmung auf deutsche Erinnerungswelten zunächst durch die am Einlass und in der Ausstellung mit strengem Ernst und wenig Wohlwollen über die Sicherheit wachenden Museumswärter bekräftigt, die mir, ebenso wie die labyrinthisch anmutenden, durch dunkelgraue Vorhänge abgehängten Kabinette, spontan Erinnerungen an meinen letzten deutsch-deutschen Grenzübertritt am Bahnhof Friedrichstraße wachrufen.</p>
<p>Im grauen Vorhanglabyrinth sind um die 40 überwiegend großformatig präsentierte Fotografien von Thomas Demand zu sehen. Sie zeigen papierne Nachbildungen realer Orte, die Schauplatz medial beachteter Ereignisse waren. Es ist eine Nachbildung anhand medialer Bilder: Was entsteht ist das Abbild eines Modells, ein Abbild nachgebauter mittelbarer Erinnerung. Das ist verwirrend und erhellend zugleich. Bin ich mir des Konstrukts einmal gewahr geworden, sehe ich auch die Reduktion, bemerke die fehlenden Details. Doch anders als bei Bildern der Erinnerung, in denen manche Details verblassen, andere aber umso lebhafter hervortreten, ist die Tilgung hier systematisch – es ist eine Inszenierung.</p>
<p>Nicht alle Bilder kann ich Ereignissen zuordnen. Bei den anderen verspüre ich nur den ungefähren Anflug eines Déjà–vus, der sich mit dem Eindruck nahezu perfekter Referenzlosigkeit mischt. Und alles, was ich darin erinnernd zu erkennen glaube, ist eine Projektion. War nicht das Bild, an das ich mich erinnere und das Herrn Barschel tot in der Badewanne zeigte, eine Schwarzweiß-Fotografie und das mir so authentisch erscheinende Kachelblau nebst Wannenvorleger entstammt einer Erinnerung an Tante Hildegards Badezimmer, &#8211; also einer Erinnerung an mein tatsächlich gelebtes Leben? Kann meine Erinnerung das eine vom anderen sicher unterscheiden? Sie kann es nicht. Außerdem verändert sie sich und ist manipulierbar.</p>
<div id="attachment_87" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2009/12/Neue_Nationalgalerie_Berlin_2.jpg" rel="lightbox[81]" title="Neue Nationalgalerie Berlin (2)"><img class="size-thumbnail wp-image-87" title="Neue Nationalgalerie Berlin (2)" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2009/12/Neue_Nationalgalerie_Berlin_2-150x150.jpg" alt="Neue Nationalgalerie Berlin (Mies van der Rohe)" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Neue Nationalgalerie Berlin (Mies van der Rohe)</p></div>
<p>Vermutlich ist das in gleichem oder in noch viel stärkerem Maße so, wenn es um das geht, was hier als kollektives Bildgedächtnis gelten soll. Denn, dass es sich bei den gezeigten Bildern tatsächlich um die Bilder handelt, denen im kollektiven Erinnern eine Schlüsselstellung zukäme ist zunächst einmal vor allem eines: eine Behauptung. Die Tatsache der idiosynkratischen Auswahl, der Inszenierung der Modelle und Fotografien, die uns Selektivität und Winkel unseres Blicks diktiert, ist im Zusammenspiel mit dem baulichen Rahmen und dem Titel der Ausstellung von geradezu atemberaubender Anmaßung.</p>
<p>Die Bilder werden ergänzt durch in Vitrinen präsentierte Texte von Botho Strauß, die laut Ausstellungsprospekt als Bildlegenden zu verstehen sind. Meine Rezeption der Texte bleibt aber bruchstückhaft, denn die Wärter umkreisen die Besucher, sobald sie sich den Vitrinen nähern, sofort misstrauisch und argusäugig (nicht berühren!), als befänden sich darin anstatt zeitgenössischer Druckerzeugnisse Reliquien der Grablegung Christi. Eigentlich ist mir somit schon an der ersten Station die Lust am Lesen vergangen. Aber so ganz möchte ich mich von den Umständen der Inszenierung nicht abhalten lassen, so dass ich wenigstens einige der Texte lese.</p>
<p>Von denen wiederum kann ich einige Passagen (auch mit größtem Wohlwollen) nach meinem politischen Koordinatensystem nur so weit rechts einordnen, dass es mit dem Begriff &#8220;nationalkonservativ&#8221; nicht hinreichend treffend beschrieben wäre. Aus anderen tropft zäh als Quintenssenz, den von den unschönen Details der Wirklichkeit gereinigten Modellen wohne mehr Wahrhaftigkeit inne, als der Realität. Jemand möge doch bitte die Leichen aus den Badewannen unseres kollektiven Bildgedächtnisses radieren.</p>
<p>Hier mag ich nicht mehr folgen. Barschel bleibt in der Wanne – basta.</p>
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		<title>Fallingbostel in Bildern</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 17:25:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dagmar Tille</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Porträt der Stadt Bad Fallingbostel mit Bildern des Malers Peter Pöllmann ist vom 7. bis 18. November im Ratssaalfoyer in Bad Fallingbostel zu sehen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_75" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2009/11/Fallingbostel_Ratssaalfoyer.jpg" rel="lightbox[69]" title="Fallingbostel_Ratssaalfoyer"><img class="size-thumbnail wp-image-75" title="Fallingbostel_Ratssaalfoyer" src="http://www.artediretta.de/kunstblog/wp-content/uploads/2009/11/Fallingbostel_Ratssaalfoyer-150x150.jpg" alt="Fallingbostel Ratssaalfoyer 06. November 2009" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Fallingbostel Ratssaalfoyer, 06. November 2009</p></div>
<p>Ein Porträt der Stadt Bad Fallingbostel mit Bildern des Malers Peter Pöllmann ist vom 7. bis 18. November im Ratssaalfoyer in Bad Fallingbostel zu sehen</p>
<p>Wie porträtiert man eine Stadt? Wie porträtiert man diese Stadt? Die Aufgabe erscheint umso schwieriger, als Urbanität nicht gerade das Stichwort ist, das man nach alltäglichem Erleben mit Bad Fallingbostel in Verbindung bringen würde.</p>
<p>Der seit langen Jahren in der Region ansässige Künstler Peter Pöllman hat sich dieser Aufgabe genähert, indem er seine persönliche Wahrnehmung der Stadt und seine Erinnerungen mit einer manchmal topographisch, manchmal historisch geprägten Herangehensweise verwoben hat.</p>
<p>In den Stadtszenen zeigt er wiedererkennbare, sommerlich wirkende Szenen, die er ästhetisch farbig überhöht und so einer allzu wohlig wirkenden Vertrautheit entzieht. Porträts von Personen der Stadtgeschichte hingegen entfalten ihre Wirkung in einer (zumindest für Peter Pöllmann) zurückgenommenen und symbolhaften Farbigkeit.</p>
<p>Oft nähert sich Pöllmann seinen Themen mit collageartig zusammengesetzten Figurationen. Dies gilt für die Bilder, die eigenes Erleben und persönliche Erinnerungen aufgreifen aber auch für die durch die Stadtgeschichte motivierten Bildzyklen. Hier blendet der Maler die Vergangenheit auch dann nicht aus, wenn diese erschreckend war und uns durch Brutalität und Menschenverachtung bestürzt: ein dreiteiliges Bildwerk erinnert an das Schicksal zehntausender Kriegsgefangener, die im Stalag in Oerbke elendig unter menschenverachtenden Bedingungen ums Leben gekommen sind.</p>
<p>Diese Vielfalt, die Schönes genauso wie Abgründiges zeigt, ist die Stärke dieser Ausstellung – sie vermittelt damit auch eine Ahnung von der Komplexität kleinstädtischer Identität: darin kommt romantische Naturbetrachtung genauso vor, wie Traditionsbewusstsein aber eben auch eine kritische Auseinandersetzung mit Vergangenheit.</p>
<p>Dank so enger regionaler Bezüge und des Bekanntheitsgrades des Malers in der Region war die Vernissage am 6. November 2009, die von Erwin Dettmer an der Gitarre musikalisch begleitet wurde, entsprechend gut besucht. Um die 100 Interessierte fanden den Weg in das Ratssaalfoyer.</p>
<p>Die Ausstellung &#8220;Porträt der Stadt Fallingbostel&#8221; mit Bildern von Peter Pöllmann im Ratssaalfoyer in Fallingbostel dauert vom 7. bis 18.  November 2009 und ist Samstag, Sonntag und Mittwoch jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.</p>
<p>Begleitend zur Ausstellung liegt ein mehrseitiges Heftchen mit Texten des Stadtarchivars Dr. Wolfgang Brandes aus.</p>
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		<title>Ein Kunst-Blog!</title>
		<link>http://www.artediretta.de/kunstblog/2009/09/10/hallo-welt/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 13:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wozu, warum, weshalb? Auch wir sehen uns in Kunstausstellungen um, wir interessieren uns für die Kunst anderer Künstler und möchten auf diesem Wege zu Diskussion und Meinungsaustausch anregen. Auf Kunstausstellungen und wichtige Termine hinweisen. Von Ausstellungen und Konzerten berichten und den einen oder anderen Tipp vorstellen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wozu, warum, weshalb? </p>
<p>Auch wir sehen uns in Kunstausstellungen um, wir interessieren uns für die Kunst anderer Künstler und möchten auf diesem Wege zu Diskussion und Meinungsaustausch anregen.<br />
Auf Kunstausstellungen und wichtige Termine hinweisen. Von Ausstellungen und Konzerten berichten und den einen oder anderen Tipp vorstellen.</p>
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